Der Schlangenwurf
Um beim Fliegenfischen im Fluss zu erreichen, dass unsere Fliege ungehindert, also ohne zu furchen, über eine längere Strecke abtreiben kann, ist die Anwendung des Schlangenwurfes ein probates Mittel.
Durch den Schlangenwurf kann auf einfache Art lose Schnur auf das Wasser gelegt werden, so dass unsere Fliege nicht so schnell von der Strömung tangiert wird.
Die Fliege wird solange ohne „dreggen“ abtreiben, bis die Strömung die Schnur gerade gestreckt hat.
Die Wurftechnik ist relativ einfach auszuführen. Durch mehrmaliges waagerechtes Wedeln mit der Rutenspitze beim Ablegen der Fliegenschnur, wird die Leine in Schlangenlinien auf das Wasser gelegt.
Hierbei gilt das Prinzip: „Die Fliegenschnur folgt immer der Rutenspitze“ oder anders gesagt: "Alles was die Rutenspitze vorgibt, macht auch die Schnur".
Es ist vergleichbar mit einer Disziplin der rhythmischen Sportgymnastik, bei der mit Stab (Rute) und Band (Fliegenschnur) verschiedene Formen und Figuren in der Luft gezeichnet werden.
Die Häufigkeit der ausgeführten seitlichen Rutenbewegungen bestimmt folglich die Anzahl der Schnurwellen auf dem Wasser. Die Größe der Schlangenlinien wird erzeugt durch die Länge der jeweiligen Schwippbewegungen.
Wenn der Schlangenwurf schräg oder direkt flussabwärts angewandt wird, kann durch weitere kleine seitliche Schwippbewegungen der Rutenspitze (Stack Mending) lose Schnur nachgefüttert werden, so dass die Drift der Fliege verlängert werden kann.

