Der Reach-Cast
Der Reach Cast gehört zu den sog. „abgestoppten Würfen“ und wird überwiegend dann angewandt, wenn wir eine natürliche Abdrift der Fliege z. B. flussabwärts erreichen möchten. Demzufolge ist der Reach Cast für den Fliegenfischer einer der wichtigsten Spezialwürfe überhaupt!
Durch die Anwendung des Reach Cast erreichen wir, dass die Fliegenschnur nicht gerade, sondern in einen günstigen Winkel auf das Wasser abgelegt wird. Die Strömung hat somit keine Möglichkeit, die Schnur und letztlich die Fliege zu beeinflussen.
Aus fischereitechnischer Sicht stellt der Reach Cast eine sehr erfolgreiche Anbietevariante dar, denn immer erscheint zuerst die Fliege im Sichtfenster des Fisches.
Wenn wir den Wurf mit relativ kurzer Leine ausführen, können wir die Fliege optimal führen und der Fisch kann nach dem Anbiss schnell und sicher gehakt werden.
Den Reach Cast führen wir dann aus, wenn beim Vorwurf, nach einem hohen Rutenstopp, die Fliegenschnur sich fast gestreckt hat. Entgegen der jeweiligen Strömungsrichtung ziehen wir dann die Fliegenschnur mit gestrecktem Arm entweder nach links oder rechts vom Körper und senken dabei die Rutenspitze in die waagerechte (9 Uhr-)Position ab. Wenn nötig, kann beim Vorwurf eine in der Hand gehaltene Schnurreserve freigegeben oder diese nach dem Ende der Driftphase noch nachgefüttert werden.
Nach dem Service führen wir die Rutenspitze in der Strömungsgeschwindigkeit flussabwärts und unsere Fliege kann in der Drift viele Meter frei schwimmen.

